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Gruppenfindung: Tipps zum Erreichen günstiger Mieten

Wie bekommt man eine günstige Miete hin?

Mietpreis definieren, z.B. zwischen 5 und 7 Euro.

Wenn der gewünschte Mietpreis unter dem normalen Mietpreis liegen soll muss man über seine Wünsche nachdenken und einen Basisstandard definieren. Bei einem Neubau kann man aus Kostengründen beispielsweise auf eine Tiefgarage, Keller, Fahrstuhl und Balkon verzichten. Private Abstellräume können sehr klein geplant werden, Waschmaschinen gemeinsam genutzt werden. Alle Dinge die man nicht macht, sparen Geld, denn weniger ist mehr (günstiger Mietwohnraum). Begegnungsstätten mit den Nachbarn können durch gemeinschaftlich genutzte Küchen, Laubengangerschließung, und andere Ideen umgesetzt werden.

Alle über den Basisstandard (s.u.) hinausgehenden Ausstattungsswünsche müssen von den Mieter_innen selbst übernommen werden. Um zu verhindern, dass aus privaten Mitteln auf einen hohen Wohnstandard ausgestattet wird und die Wohnung bei Auszug nicht mehr für jeden Nachmieter bezahlbar ist, darf bei privater zusätzlicher Ausstattung keine Abstandszahlung verlangt werden (d.h. der neue Mieter zahlt dem alten Mieter kein Geld für einen etwaig erhöhten Wohnstandard).

Wohnungszuschnitte Altbau: Am Bestand orientieren, Trockenbauwände reichen für gut und günstigen Schallschutz. Auf benötigte Parkplätze je Wohneinheit achten. Wohnungszuschnitte Neubau: Informieren welche Wohnungsformen wo anders gebaut werden. Beispielsweise Clusterwohnungen benötigen wenig privaten Wohnraum und bieten viel Lebensqualität. Parkplätze hängen an den Wohnungen und müssen entsprechend gebaut werden. Bankmittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau hängen ebenfalls an der Anzahl der Wohnungen. Förderung für sozialen Wohnungsbau auch. Einigung zu Eigenleistung finden Eigenleistung der Bewohner sind toll, sollten aber in der finanziellen Planung nicht zu groß gewählt und im Einzelfall mit dem Architekten oder Bauleiter abgestimmt werden. Einfache Tätigkeiten (wie etwa Malerarbeiten) sollten in Eigenleistung gemacht werden. Eine Prioritätenliste der geplanten Baumaßnahmen vor Baubeginn hilft dabei im Kostenrahmen zu bleiben und bei den späteren Entscheidungsprozessen. Beispiel: Höchste Priorität: Externen Investor verhindern. Hohe Priorität: Kostengünstige Realisierung, niedriger Warmmietpreis je m², Vermieter-Sicht. Mittlere Priorität: Ökologische Baustoffe, Stromerzeugung am/im Gebäude, Hoher Energiestandard, Schalldämmung, Barriere Armut in den höheren Geschossen. Geringe Priorität: Rollläden an den Fenstern, Außengelände, Ästhetik. Vorerst nicht vorgesehen: Balkone, Aufzug. Nicht vorgesehen: Keller, Individualisierungswünsche.

Baumaßnahmen im Einzelnen

Elektrik

Der Elektroanschluss soll von allen Wohneinheiten des Gebäudes gemeinschaftlich genutzt werden (keine Zähler für einzelne Wohneinheiten). Telefon und Fernsehleitungen sind nicht vorgesehen. Kabelgebundene Internetversorgung soll in jeder Wohneinheit vorhanden sein. Für die Verteilung in den Wohneinheiten sind die Bewohner bei Bedarf selbst verantwortlich. Leitungen dürfen Aufputz verlegt werden.

Heizung

Ob Heizkörper oder Fußbodenheizung oder auch eine andere Lösung ist von den Kosten dafür abhängig und es wird die kostengünstigste Lösung genutzt. In die Kostenkalkulation sollen nicht nur die Herstellungskosten, sondern auch die zu erwartenden Energiekosten einbezogen werden. Leitungen dürfen Aufputz verlegt werden.

Sanitär

Aus Platz- und Kostengründen werden keine Badewannen eingebaut, sondern nur Duschen. Es wird auf eine Standardisierung der Bäder geachtet, sodass Organisationsaufwand eingespart werden kann. Es werden schlichte und preiswerte Armaturen, Waschbecken, Toilettenschüssel und Fliesen genutzt. Es wird nicht das komplette Bad gefliest, sondern nur die Stellen, die wirklich nass werden können um Kosten einzusparen. Leitungen dürfen Aufputz verlegt werden. Die Halter für Handtücher und Klopapier und auch Badschränke werden von den ersten Bewohnenden aus eigenen Mitteln angeschafft. Als Standard ist ein Duschvorhang vorgesehen.

Fenster, Wärme- und Schalldämmung

Die Fenster sollten dem aktuellen Standard (Mehrfachverglasung) entsprechen. Eine effektive Schalldämmung zwischen den Wohneinheiten sollte gewährleistet sein. Eine Trockenbau-Wand erfüllt diese Eigenschaft.

Bodenbeläge

Die Bodenbeläge der Wohnräume müssen pro WE einheitlich sein und dem Standard von Kunstholzlaminat oder Linoleum entsprechen, da sehr preiswert umzusetzen (Bad s.o.).

Decken/Wände

Eine günstige Variante für Decken und Wände wird angestrebt. Das Konstruktionsmaterial darf sichtbar bleiben. Tapeten sind nicht vorgesehen.

Verschattungselemente

Rollläden gehören nicht zum festgelegten Standard. Sind Rollläden erwünscht, müssen diese in Eigeninitiative und mit eigenen finanziellen Mitteln der Bewohner installiert werden. Statt Rolläden kann man auch günstige Vorhänge mit Wärmeisolierung genutzt werden. Bei Auszug darf keine Abstandszahlung vereinbart werden. Verschattungselemente werden dort gebaut, wo eine Verschattung rechnerisch zur Einhaltung des sommerlichen Wärmeschutzes erforderlich ist.